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Sofortmassnahmen zur Sicherung Schiffsteg Buochs beschlossen

Der Gemeinderat hat für die Ausführung von Sofortmassnahmen zur Sicherung des Schiffsteges Buochs einen Kredit in der Höhe von 146'000 Franken gesprochen und die KIBAG Bauleistungen AG, Stansstad mit der Ausführung der Arbeiten beauftragt. Die Sofortmassnahmen wurden vom Kanton genehmigt und werden ab Anfang / Mitte Juli 2018 ausgeführt. Der Schiffsteg bei der Schiffstation am Seeplatz wurde im Winter 2016 im Rahmen einer Gesamtinspektion aller Schiffstege am Vierwaldstättersee durch die Staubli, Kurath & Partner AG, Zürich (SK&) begutachtet. Bei dieser Inspektion wurden am Schiffsteg Mängel erkannt, jedoch waren diese noch in annehmbaren Zustand. Der Gemeinderat wurde im Februar 2017 über die Resultate der Untersuchungen informiert. Im April 2017 wurde in einer Sitzung zwischen Vertretern der SGV und Gemeinde beschlossen, dass mit einer Instandsetzung zugewartet werden kann. Der Schiffsteg sollte jedoch laufend überwacht und begutachtet werden, sodass der optimale Zeitpunkt für eine Instandstellung definiert werden kann. Deshalb sollte im Jahr 2018 ein Instandstellungskonzept erarbeitet werden, damit die Kosten bekannt sind, das Projekt vorliegt und rechtzeitig budgetiert werden kann. Bei einer Inspektion durch die SK& im Auftrag der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) wurde am 12. März 2018 festgestellt, dass die Stirnseite des Sporns komplett eingebrochen und ausgewaschen wurde. Nahezu die ganze Front wurde unter der Betonplatte herausgerissen und ein Hohlraum unter dem Betonbelag ausgespült. Das Füllmaterial der Mole wurde dabei keilförmig ausgewaschen. Die Ausspülung beträgt rund 25 m² und eine Tiefe von 4.5 Metern. Die Betonplatte der Mole ist seitdem in diesem Bereich freitragend. Grund dafür war wohl der Sturm Burglinde, welcher dem Steg mehr als erwartet zugesetzt hatte. Dieser Schaden überraschte auch die Fachleute, wurde doch davon ausgegangen, dass für die Sanierung der Schiffstation noch einiges an Zeit zur Verfügung steht. Nach einem weiteren, kleineren Sturm wurde am 2. Mai 2018 die Ausspülung erneut durch die SK& begutachtet. Die Ausspülungstiefe beträgt nun rund 4.60 Meter. Ausserdem ist der landseitige Rand der Ausspülung nun senkrecht. Es fand somit ein erneuerter Materialabtrag statt. Das ausgespülte Material hat sich vor der Mole im Bereich des vorgelagerten Steges abgelagert. Mit einem Sondagefenster wurde durch die SK& festgestellt, dass die Betonplatte des Steges nur eine konstruktive Rissbewehrung aufweist. Diese ist nicht ausreichend, damit die Betonplatte die notwendige Tragfähigkeit einer freitragenden Platte aufweist. Um eine allfällige Personengefährdung auszuschliessen, wurde am 13. März 2018 eine sofortige Sperrung der Schiffsteganlage angeordnet. Die Absperrung aus einem festen Gitterzaun verhindert den Zugang zum Steg auf der gesamten Breite ab der landseitigen Kante des Vordaches. Nach weiteren Abklärungen konnte die Absperrung Ende April so angepasst werden, dass der Zugang zu den Räumlichkeiten der SUPoint GmbH (Nutzer des Gebäudes am Steg) wieder möglich war. Die SK& hatte anschliessend drei Sanierungsvarianten für die schadhafte Mole und den vorgelagerten Schiffsteg ausgearbeitet. Zwei Varianten sahen einen kompletten / teilweisen Ersatz der Steganlage mit hohen Kosten vor. Die dritte Variante war als Sofortmassnahme zu verstehen. Zusammen mit der SK& und der Unternehmung KIBAG wurden vor Ort die Varianten diskutiert und optimiert. Aufgrund des öffentlichen Bedürfnisses einer schnellen Wiederöffnung der Steganlage wurde entschieden, dass eine Sofortmassnahme ausgearbeitet und realisiert wird. In Absprache mit den kantonalen Amtsstellen konnten wegen des breiten öffentlichen Interesses als Sofortmassnahme folgende Instandsetzungsarbeiten zur Bestandessicherung des Schiffsteges definiert werden: - Im ersten Schritt wird das seitliche noch standhafte Natursteinmauerwerk mit einer Vorbetonierung gesichert. Die Vorbetonierung wird dabei so weit wie möglich im Seegrund eingebunden. Mittels geklebten Anken wird die Vorbetonierung mit dem Natursteinmauerwerk verbunden. Die Oberkante der Vorbetonierung kommt unter dem Niedrigwasserspiegel zu liegen. - Mittels Spriessen, welche durch Taucher versetzt werden, wird die bestehende Betonplatte abgestützt. Anschliessend kann eine grosse Öffnung in die bestehende Betonplatte geschnitten werden. Diese Öffnung dient als Zugang für die weiteren Arbeiten. - An der Stirnseite, dort wo die bestehende Natursteinmauer eingebrochen ist, wird eine neue, ca. 1.2 Meter dicke, bewehrte Betonmauer erstellt. Die Betonmauer bindet dabei mindestens einen halben Meter in den Seegrund ein. Seitlich ist die Betonmauer mit den noch bestehenden Natursteinmauern verbunden. Der Beton wird durch Kernbohrungen von oben eingefüllt. -   Anschliessend wird durch die Öffnung in der Betonplatte Splitt eingeblasen und verdichtet. Danach kann die ganze Platte mit Beton und einem Fliessmörtel untergossen werden, ohne dass der Zement durch das Wasser ausgewaschen wird. Der Fliessmörtel wird durch mehrere kleine Kernbohrungen eingefüllt. - Die Öffnung in der Betonplatte wird am Ende wieder verschlossen. Durch diese Sofortmassnahme ist die Tragsicherheit des Steges nach Abschluss der Arbeiten wieder gegeben und kann für die Öffentlichkeit wieder freigegeben werden. Die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) sollte danach den Steg auch wieder anfahren können. Deshalb wird der Gemeinderat bei der SGV nun beantragen, dass die Schiffsta-tion Buochs nach Fertigstellung der Sofortmassnahmen umgehend wieder anzufahren ist. Für die Baumeisterarbeiten wurde die KIBAG Bauleistungen AG, Stansstad und für die Bauleitung die Staubli, Kurath & Partner AG, Zürich zur Offertstellung eingeladen, welche die Arbeiten zu einem Betrag in der Höhe von insgesamt CHF 146'000.00 offeriert haben. Gemäss Art. 12 Ge-meindeordnung der Politischen Gemeinde Buochs vom 3. März 2013 ist der Gemeinderat zustän-dig für die Beschlussfassung über alle frei bestimmbaren, einmaligen Ausgaben bis CHF 100‘000.00. Die Kosten der Sofortmassnahme zur Sicherung des Schiffsteges übersteigen somit die Finanzkompetenz des Gemeinderates, womit für diese Ausgabe grundsätzlich die Zu-stimmung des Buochser Stimmvolkes nötig wäre. Gemäss Art. 47 Gemeindefinanzhaushaltgesetz (GemFHG) kann der Gemeinderat jedoch auch nicht budgetierte Kredite über CHF 100'000 be-schliessen, wenn die Ausführung einer Massnahme keinen Aufschub erträgt. Aus folgenden Gründen erträgt die geplante Sofortmassnahme aus Sicht des Gemeinderates keinen Aufschub wie auch keine nachteilige Folgen für die Gemeinde. Mit der Sofortmassnahme: - wird eine weitere Unterkolkung unterbunden und weitere Schäden an der Schiffstation verhindert; -

wird die erforderliche Zeit gewonnen, um die Phase 2 genau zu planen und dem Buochser Stimmvolk auf dem ordentlichen Weg zur Beschlussfassung zu unterbreiten;

- kann der Schiffsteg im Anschluss wieder für den Langsamverkehr (Fussgänger / Fahrräder) freigegeben werden; - können die Räumlichkeiten in der Schiffstation wieder vollumfänglich und ohne Einschränkungen den Mietern zur Verfügung gestellt werden; - werden die Voraussetzungen geschaffen, dass die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstät-tersees (SGV) die Schiffstation Buochs wieder anfahren kann, womit dem hohen öffentli-chen Interesse vom Tourismus Buochs-Ennetbürgen und der Buochser Bevölkerung entsprochen werden kann. Der Gemeinderat hat für die Sofortmassnahme zur Sicherung des Schiffsteges deshalb ohne Be-schluss der Gemeindeversammlung einen Kredit in der Höhe von CHF 146'000.00 gesprochen und die KIBAG Bauleistungen AG und Staubli, Kurath & Partner AG mit den Arbeiten beauftragt. Mit den Bauarbeiten kann seitens KIBAG Anfang / Mitte Juli 2018 begonnen werden, wobei mit einer Bauzeit von rund vier bis fünf Wochen zu rechnen ist. Ausblick auf Phase 2 nach Ausführung der Sofortmassnahmen Der vorgelagerte Steg befindet sich wie erwähnt in einem schadhaften Zustand. Mittelfristig (5-10 Jahre) muss dieser Steg saniert oder abgebrochen werden. Erfahrungsgemäss wäre eine Sanierung sehr aufwendig und teuer, daher geht man zum heutigen Zeitpunkt davon aus, dass der Steg durch einen Neubau ersetzt werden muss. Nach dem Abbruch des vorgelagerten Steges hat man stirnseitig Zugang zur sanierten Mole. Mit einem Blockwurf wird ein Kolkschutz erstellt. Gleichzeitig dienen diese Blöcke als ökologische Massnahme für Wasserlebewesen. Als erweiterten Kolkschutz wäre eine vor der Mole abgeteufte Spundwand denkbar. Zu gegebener Zeit wird das Buochser Stimmvolk über die Phase 2 respektive den entsprechenden Kredit und somit auch über die Zukunft der Schiffstation Buochs beschliessen können. Gemeinderat Buochs, 28. Mai 2018

Dokument Information Sofortmassnahmen zur Sicherung Schiffsteg beschlossen.pdf (pdf, 158.3 kB)


Datum der Neuigkeit 30. Mai 2018

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